Hommage an Bill Plympton zum 70er

Mit Bill Plympton begrüßen wir heuer einen der weltweit bekanntesten Animationsfilmemacher in Wien. Der US-Amerikaner feiert am 30. April seinen 70er und wird im Österreichischen Filmmuseum mit einem Spotlight gewürdigt.

Der in Portland, Oregon, geborene Regisseur begann seine Karriere als Karikaturist für amerikanische Tageszeitungen, u.a. bei der New York Times. Seit seinem ersten animierten Kurzfilm - "Lucas the Ear of Corn" von 1977 - fokussiert er ganz auf den handgezeichneten Animationsfilm und erfreut sich schnell wachsender Beliebtheit.

„We don't need any more children's stories“, lautet eine forsche Prämisse dieses Ausnahmekünstlers im unabhängigen Animationsfilm, der als prägender Vorläufer für die humoristischen Ausformungen von Serien wie The Simpsons und Family Guy gelten muss. Zugleich ist er das Vorbild von Künstlern wie David OReilly und Don Hertzfeldt, denen VIS gemeinsam mit dem Filmmuseum in den letzten Jahren ausführliche Programme widmete.
Einzigartig sind seine humorvollen Auswüchse - immer mit einer extra Prise Sex und Gewalt, wodurch sich seine Filme vor allem an ein erwachsenes Publikum richten. Spätestens seit seiner Zusammenarbeit mit Kanye West 2005 für das Video zu Heard ’Em Say ist Plympton auch einem jüngeren Publikum ein Begriff.

Bill Plympton wird in der Festivalwoche von 25.-29. Mai zu Gast sein und u.a. eine Masterclass halten.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Österreichischen Filmmuseums und VIS Vienna Independent Shorts. Nach David OReilly und Don Hertzfeldt, deren Werke zuletzt in diesem Rahmen präsentiert wurden, ist mit Bill Plympton nun ihr eingestandenes Vorbild zu Gast im Filmmuseum und bei VIS.